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Nachrichten Musikernachwuchs aus China bei der Musikschule


Ein Konzert in der Alten Kirche war der schöne Abschluss eines erneuten Besuchs junger Musiker aus China in Niedernhausen. Nach dem großen Erfolg, so Bürgermeister Joachim Reimann in seinem Grußwort, der beiden letzten Jahre und dem herrlichen Abendkonzert im Freien 2018 freut er sich über die Kontakte und Kooperationen mit der Musikschule. Er dankte den Gastfamilien, die es mit ihrer Gastfreundschaft ermöglichten, dass die 18 Gäste aus China hier gut untergebracht waren.

Die Leiterin der Musikschule, Evi Ebeling, stellte das deutsch-chinesische Ensemble - ein Kammerorchester mit Geigen, Bratsche, Cello und Kontrabaß unter der Leitung von Viorel Catuna - vor, dass - so der ausdrückliche Wunsch - im Schwerpunkt chinesische Musik zu Gehör bringen sollte. Rhythmisch flott, aber mit zärtlicher Melodie, war dann der fernöstliche Musikcharakter nicht zu verkennen - gefolgt von langsamen „singenden“ Geigen, in - für unsere Ohren - sehr hoher Tonlage. Eine schnelle Melodienfolge in Dur lässt Lebensfreude und Fröhlichkeit ahnen. Mit leisen Tonfolgen genau das Gegenteil - Schwermut und Traurigkeit. Dann folgt Johann Sebastian Bach mit der Geburtstagskantate „Schafe können sicher weiden“ von den Bläsern begleitet. Für unsere Ohren vertrauter. Ohne Frage, mit solchen Besuchen junger Künstler und ihrer Musik und Kultur lernt man sich besser kennen und schätzen.

Dass sich die jungen Menschen mit ihrer Musik verstehen, zeigte auch der 2. Teil des Konzertes. Die Big Band der Musikschule war - verstärkt von jungen chinesischen Musikern und geleitet von Thomas Albrecht - in ihren Musikstücken eine akustische Einheit in Harmonie, als hätten sie immer schon zusammengespielt. Trotz der wenigen Zeit für Proben. Ob es das Intro zu einem James Bond Film oder der Swing „Green Onions“ von den Blues Brothers mit einem Trompeten-Solo war, die wunderbare Musik dringt in jeden Winkel der Alten Kirche. Das Publikum lässt sich nicht lange bitten und ist im nächsten Stück mit einem gemeinsamem „Uga-Tschaka-uga-uga“ Bewohner einer karibischen Insel. Bekannte Melodien aus Film und Hitparaden - Luis bereichert das mit einem Solo an der Gitarre - begeisterten die Zuhörer, die fleißig mitklatschten. Mit Leidenschaft und großem Können gespielt, sodass eine Zugabe sein musste.

Die Gäste aus China hatten auch ihre helle Freude an diesem Abend und zeigten das auch mit Ausgelassenheit und einem übersetzten herzlichen Dank an die Aktiven der Musikschule und ihre Gastgeber für diese wundervollen Tage in Niedernhausen.

Eberhard Heyne
Chinesen_ZAK_Web